Wir über uns

Geschäftsentwicklung
Erfolgreiches Wachstum mit Weitsicht:
1967 Gründung als „Versicherungskasse der Steuerbevollmächtigten VVaG”
1982 Namensänderung in Deutsche Steuerberater-Versicherung Pensionskasse des steuerberatenden Berufs VVaG
1998 Anerkennung als „Pensionskasse von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung”durch das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen
1999 Einführung des Kapitalwahlrechts und der eigenständigen Berufsunfähigkeits-Versicherung
2000 Erweiterung des Versicherungsangebots auf die betriebliche Pensionsversicherung aller Mitarbeiter von Steuerberatern
2001 Öffnung für Angehörige aller steuerberatenden Berufe und ihre Mitarbeiter
2002 Öffnung für Mitarbeiter in Einrichtungen nach § 58 StBerG
2005 Einführung des neuen Tarifs ds:Rente als flexible Rentenversicherung
Einführung von ds:Basisrente als steuerlich geförderte Rentenversicherung
2009 Vollständige Öffnung: Verfügbarkeit aller Produkte auch für die Mitarbeiter des steuerberatenden Berufs
2013 Einführung von Unisex-Tarifen

Seit 1967 ist unsere Versicherungssumme auf über 900 Millionen Euro angestiegen.

Organe
Unsere Mitglieder bestimmen mit – in jedem Gremium.
Die Deutsche Steuerberater-Versicherung ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG). Dies bedeutet, dass die Entscheidungsgremien Mitgliedervertretung und Aufsichtsrat mit Mitgliedern besetzt sind.
Mitgliedervertreter Kammerbereich
Dipl.-Kfm. Ute Sahm, Steuerberater Berlin
Klaus Decker, Steuerberater Bremen
Dipl.-Kfm. Wolfried Winter, Steuerberater
Düsseldorf
Reinhard Bolender, WP, StB
Hessen
Dipl.-Vw. Michael Fecht, StB, WP
Südbaden
Dipl.-Fw. Malte Kahl, StB Hamburg
Jutta Barth, Steuerberaterin
Niedersachsen
Reinhard Bolender, WP, StB
(Vertretung durch Kammerbereich Hessen bis zur nächsten Wahl lt. § 7 Abs. 7 der Satzung)
Nordbaden
Dipl.-Kfm. Christian Frese, StB, WP
Schleswig-Holstein
Dipl.-Vw. Gerhard Christoph, StB, vBP
Rheinland-Pfalz
Dipl.-Vw. Ernst-Dieter Grafe, StB, vBP
Köln
Dipl. Fw. (FH) Stefanie Gräfin Wolff Metternich, StBin, FBIStR
München
Dipl.-Kfm. Jürgen Knatz, StB, WP,RB
Westfalen-Lippe
Dipl.-Bw. Willi Fuhren, StB, vBP
Nürnberg
Dipl.-Kfm. Peter Biegaj, WP, StB
Saarland
Dipl.-Vw. Wolfgang Dieterle, StB, vBP
Stuttgart
Dipl.-Kfm. Klaus Axmann, Steuerberater
Thüringen
Michaele Hagen, Steuerberaterin
Sachsen-Anhalt
Beate Humbert, Steuerberaterin
Brandenburg
Dr. rer. pol. Joachim Dalmer, Steuerberater
Mecklenburg-Vorpommern
Dipl.-Bw. Willi Fuhren, StB, vBP Sachsen
(Vertretung durch Kammerbereich Nürnberg bis zur nächsten Wahl lt. § 7 Abs. 7 der Satzung)  

Aufsichtsrat

Vorsitzender des Aufsichtsrats:
Herr Dipl.-Bw. (FH) Franz Bausch, StB

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats:
Herr Dipl.-Kfm. Prof. Dr. Uwe Schramm, StB

Mitglied des Aufsichtsrats:
Herr Dipl.-Kfm. Ulf Nolte, WP, StB
Herr Dipl. Ök. Prof. Dr. Hartmut L. Schwab, StB

Vorstand

Petra Albrecht
Dr. Christoph Zimmermann

Datenschutzbeauftragter

Mazars GmbH & Co. KG WPG/StBG
Domstraße 15
20095 Hamburg
E-Mail: datenschutz.hamburg@mazars.de

Erklärung zur Anlagepolitik
Erklärung zu den Grundsätzen der Anlagepolitik

Vorbemerkung
Gemäß § 234i Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) haben Pensionskassen der Aufsichtsbehörde jährlich eine Erklärung zu den Grundsätzen der Anlagepolitik vorzulegen und diese öffentlich zugänglich zu machen. In der Erklärung ist mindestens einzugehen auf die Verfahren der Risikobewertung und -steuerung, die Anlagestrategie und die Frage, wie die Anlagepolitik ökologischen, sozialen und die Unternehmensführung betreffenden Belangen Rechnung trägt.

Diese Erklärung bezieht sich auf das gesamte Sicherungsvermögen und alle Tarife der Deutschen Steuerberater-Versicherung. Eine Überprüfung der Anlagepolitik findet regelmäßig mindestens jährlich statt. Hierzu werden entsprechende Analysen, wie z.B. Asset-Liability-Analysen, durchgeführt.

Anlagepolitik
Oberstes Anlageziel der Deutschen Steuerberater-Versicherung ist die dauernde Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge, insbesondere die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und die Erzielung des Rechnungszinses.

Nach den Vorgaben des VAG sind die Vermögensanlagen nach dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht unter anderem so anzulegen, dass Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität des Kapitalanlagenbestandes als Ganzes sichergestellt werden. Da alle Vermögenswerte gemäß Satzung der Deutschen Steuerberater-Versicherung wie die Bestände des Sicherungsvermögens anzulegen sind, sind auch die Vorschriften der Anlageverordnung und des entsprechenden Kapitalanlagerundschreibens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für den Gesamtbestand zu beachten.

Zur Erreichung des Anlageziels wurde eine langfristig ausgerichtete strategische Anlage- Allokation basierend auf einer Asset-Liability-Management (ALM)-Studie erstellt, die regelmäßig aktualisiert wird. Ausgangspunkt der ALM-Studie waren Langfristuntersuchungen der versicherungstechnischen Verpflichtungen aus denen sich grundsätzliche Anforderungen an die Struktur des Kapitalanlagebestandes einschließlich Fungibilitäten, Laufzeiten, Währungen, Marktpreisrisiken etc. ergeben. Mittels einer in die Zukunft gerichteten stochastischen Analyse wurden anschließend die versicherungstechnischen Verpflichtungen einerseits und die erwartete Wertentwicklung der verschiedenen Anlageklassen andererseits zusammengeführt. In weiteren Schritten wurde auf Basis einer detaillierten Analyse eine möglichst geeignete und effiziente Anlage-Allokation ermittelt, die langfristig zu einem vorteilhaften Rendite-/Risikoprofil des Kapitalanlagebestandes führt. Die strategische Anlage-Allokation als Ergebnis der ALM-Studie wurde in der Kapitalanlagerichtlinie dokumentiert, die den Rahmen der Anlagetätigkeit bildet.

Darüber hinaus wird die strategische Anlage-Allokation in einer mindestens jährlich stattfindenden Risikoanalyse auf Basis eines aktuellen Kapitalmarktmodells überprüft und ggf. adjustiert. Im Rahmen einer taktischen und dynamischen Anlage-Allokation kann vorübergehend eine vom langfristigen Ziel abweichende Allokation der Kapitalanlagen vorgenommen werden.

Der Direktbestand ist mittel- bis langfristig in festverzinslichen Kapitalanlagen von erstklassiger und guter Bonität angelegt. Aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds und als eine wesentliche Maßnahme im Rahmen des Sanierungskonzeptes hat die Deutsche Steuerberater-Versicherung im Geschäftsjahr 2020 begonnen, die strategische Anlageallokation mit einer breiteren Diversifikation sowie einem höheren Risikoprofil, verbunden mit einem besseren Renditepotenzial, umzusetzen und hat dieses im Geschäftsjahr 2021 kontinuierlich weiterverfolgt. Damit wurden im indirekten Bestand (Spezialfonds) sukzessive risikoreichere Anlageklassen wie z.B. Aktien, Beteiligungen, Immobilien und Infrastruktur weiter aufgebaut. Die auf Grundlage des Sanierungskonzeptes durchgeführte Sanierung hathier Möglichkeiten geschaffen, die vor Sanierung aufgrund der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen nicht bestanden. Dabei dienen vorhandene stille Reserven als Risikopuffer bei einer Unterschreitung der Gesamt-Netto-Zielverzinsung.

Nachhaltigkeitsstrategie
Der Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht und die Langfristigkeit des Geschäfts verpflichten implizit zu einer nachhaltigen Kapitalanlage. Die Deutsche Steuerberater-Versicherung ist an einer Anlagepolitik interessiert, die ökologischen, sozialen und die Unternehmensführung betreffenden Belangen angemessen Rechnung trägt, ohne einen notwendigen Renditeanspruch zu vernachlässigen. Das betrifft direkt und indirekt gehaltene Kapitalanlagen gleichermaßen.

Für die Kapitalanlagenverwaltung wurde mit Beginn zum 1. Januar 2021 ein Fiduciary Manager, d.h. ein namhaftes internationales Beratungsunternehmen für die ganzheitliche Strukturierung, Implementierung und Überwachung der Kapitalanlagen, beauftragt. Mit der Verwaltung des Direktbestands wurde zum 1. Oktober 2021 zudem ein Direktbestandsmanager, hier der Asset Manager eines großen Versicherungskonzerns, engagiert, wobei der Fiduciary Manager übergeordnet gesamtverantwortlich für die Steuerung der Kapitalanlage inklusive Direktbestand bleibt.

Der Fiduciary Manager hat sich den „UN Principles for Responsible Investments (UN PRI)“ verpflichtet und setzt sich für Nachhaltigkeitsaspekte in der Kapitalanlage ein. Der Fiduciary Manager bezieht Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen, die sowohl finanzieller als auch nicht-finanzieller Art sein können, in den Investitionsentscheidungsprozess mit ein. Dies betrifft insbesondere Transitionsrisiken und physische Risiken im Hinblick auf die avisierte Reduktion des CO2-Abdrucks des Portfolios um 50% per 2030 im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen.

Mit Blick auf die Größe und Struktur des Portfolios der Deutschen Steuerberater-Versicherung berücksichtigt der Fiduciary Manager ökologische und soziale Kriterien sowie Leitlinien für eine gute Unternehmensführung. Er berücksichtigt des Weiteren bei Investitionsentscheidungen nachteilige Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren, wie z.B. die Belastung einer Kapitalanlage mit Herstellern von kontroversen Waffen, und überprüft bei der Bewertung und Auswahl von Zielfonds, ob die Asset Manager der Zielfonds einen integrierten ESG-Ansatz verfolgen. Wird eine Schwäche des Managers bei der Integration von ESG-Kriterien identifiziert, so arbeitet der Fiduciary Manager darauf hin, dass der Manager die Art und Weise des Umgangs mit ESG überdenkt und eine verbesserte Herangehensweise anstrebt. Eine Schwäche in diesem Bereich führt nicht zu einem automatischen Ausschluss des Managers, wird jedoch als Malus erfasst.

In der Kapitalanlage werden aktuell weder Ausschlusskriterien noch Positivlisten eingesetzt. Bei der Abwägung der Umsetzung nachhaltiger Ziele gegenüber Renditeanforderungen wird der Wirtschaftlichkeit einer Anlage auf Grundlage der Art, Dauer und Struktur der versicherten Leistungen Vorrang gewährt. Die Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken bei der Anlage hat keinen Einfluss auf die Vergütungspolitik des Vorstandes der Deutschen Steuerberater-Versicherung.

Risikobewertung und -steuerung
Die Deutsche Steuerberater-Versicherung verfügt über ein operatives Risikomanagementsystem, in dem alle Risiken systematisch erfasst, bewertet, überwacht und gesteuert werden. Die unabhängige Risikocontrolling-Funktion unterstützt den Vorstand bei der Anwendung und kontinuierlichen Weiterentwicklung dieses Systems.

Bezogen auf den Kapitalanlagebestand sind vor allem Markt- und Kreditrisiken sowie Liquiditäts- und Konzentrationsrisiken von Relevanz. Die Messung, Kontrolle und Steuerung von Marktrisiken basiert auf Stresstests, Prognoserechnungen, ALM-Studien sowie regelmäßigen Portfolio- und Performance-Analysen. Im laufenden Prozess wird der dann tatsächlich eingetretenen Kapitalmarktentwicklung Rechnung getragen. Kreditrisiken werden durch Anlagerestriktionen entlang von Ratingklassen in den speziellen Anlagerichtlinien für die Direktanlage und den Investment Guidelines der Fonds gesteuert. Zudem werden Ausfallrisiken durch eine breite Streuung der Emittenten begrenzt. Dem Liquiditäts- und Konzentrationsrisiko wird durch ausreichende Fungibilität und Diversifikation der Anlage und eine rollierende Liquiditätsplanung Rechnung getragen. Generell finden die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung, Streuung und Kongruenz Anwendung.

Die laufende Überwachung der Kapitalanlage erfolgt mittels eines monatlichen und quartalsweisen Reportings. Die Berichte beinhalten u.a. Angaben zur Performance der Anlageklassen und Asset Manager, zu Markt- und Buchwerten und der Auslastung des definierten Risikobudgets sowie ein qualitatives Monitoring der Asset Manager.

Bilanziellen Risiken aufgrund von Kapitalmarktschwankungen wird durch die Bewertung der Kapitalanlagen wie Anlagevermögen bzw. durch die Bewertung zum Nenn- oder Anschaffungswert Rechnung getragen.

Vor der Investition in neuartige Anlagen erfolgt eine umfassende Überprüfung der Auswirkungen des Einsatzes auf die Prozesse der beteiligten Bereiche. Schwerpunkt der Prüfung bildet die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen und internen Anforderungen sowie die Sicherstellung der Abbildung der neuartigen Instrumente in den Risikomanagement-, Buchhaltungs- und Berichtssystemen.

Bonn, den 1. Februar 2022

Der Vorstand

Petra Albrecht Dr. Christoph Zimmermann  

Aufsichtsbehörde
Zuständige Aufsichtsgehörde für die Deutsche Steuerberater-Versicherung

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Graurheindorfer Straße 108
53117 Bonn

Postfach 1253
53002 Bonn

www.bafin.de
Tel.: 0228 / 4108 – 0
Fax: 0228 / 4108 -1550
E-Mail: poststelle@bafin.de

BaFin-Reg.-Nr.: 2211

Verbraucherschlichtungsstelle
Die Deutsche Steuerberater-Versicherung ist Mitglied im Verein Versicherungsombudsmann e. V.

Sie können damit das kostenlose Streitschlichtungsverfahren in Anspruch nehmen.

Informationen über den Versicherungsombudsmann, das Beschwerdeverfahren und die Kontaktmöglichkeiten finden Sie im Internet unter:

www.versicherungsombudsmann.de

Die Postanschrift lautet:

Versicherungsombudsmann e. V.
Postfach 080632
10006 Berlin

Investoren-Informationen
Als Pensionskasse ist die Deutsche Steuerberater-Versicherung nach den §§ 234 und 235 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 VAG verpflichtet, stets über Eigenmittel mindestens in Höhe der durch die Kapitalausstattungs-Verordnung festgelegten Solvabilitätskapitalanforderung zu verfügen.

Als Eigenmittel können nach § 214 VAG insbesondere die Verlustrücklage und die Rückstellung für Beitragsrückerstattung, soweit sie nicht auf festgelegte Überschussanteile entfällt, und das eingezahlte Nachrangkapital herangezogen werden. Nach den Bestimmungen des § 214 Abs.3 VAG kann die Zurechnung des Nachrangkapitals zu den Eigenmitteln im vorletzten Jahr der Laufzeit nur noch zu 40 % erfolgen; im letzten Jahr der Laufzeit ist eine Zurechnung nicht mehr möglich. Immaterielle Vermögenswerte sind von den Eigenmitteln abzusetzen. Stille Nettoreserven werden bei den Eigenmitteln nicht berücksichtigt.

Für das Nachrangkapital hatte die Deutsche Steuerberater-Versicherung nach Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde im Jahr 2014 neue nachrangige Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 10.000.000,00 € begeben. Die Laufzeit beträgt 10 Jahre. Der Zinssatz der Schuldverschreibungen wurde mit jährlich 4,375 % festgelegt. Aufgrund der Geschäftslage und ihrer Rechtsauffassung zu dem Status der Schuldverschreibungen hat die Deutsche Steuerberater-Versicherung ab September 2019 keine Zinsen auf die Schuldverschreibungen mehr gezahlt.

Die Schuldverschreibungen waren in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen und es galten seit Juli 2016 die Vorschriften der EU-Marktmissbrauchsverordnung. Der Vorstand hat am 11. März 2020 beschlossen, aufgrund des faktisch nicht bestehenden Handelsvolumens die Einbeziehung der Schuldverschreibungen in den Freiverkehr (Quotation Board) an der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) gemäß § 14 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutsche Börse AG für den Freiverkehr an der FWB zu kündigen (Delisting). Das Delisting erfolgte am 24. April 2020.

Die Deutsche Steuerberater-Versicherung fällt daher unter die EU-Marktmissbrauchsverordnung. Gesetzlich vorgeschriebene Veröffentlichungen finden Sie hier.

Beschlüsse

 

Pressemitteilungen

21. Januar 2022

Entzug der Geschäftserlaubnis: Keine Auswirkungen auf bestehende Versicherungsverträge – Deutsche Steuerberater-Versicherung jetzt auch formell in Abwicklung

Bonn, 21.01.2022 – Die Deutsche Steuerberater-Versicherung – Pensionskasse des steuerberatenden Berufs VVaG – befindet sich mit Beginn des Jahres 2022 auch formell in Abwicklung. Im Zusammenhang mit der durchgeführten Sanierung ist zum 31. Dezember 2021 der Bescheid der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zum Widerruf der Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb rechtskräftig geworden. Für die Versicherten der Pensionskasse ergeben sich hierdurch keine Veränderungen.

Mit dem Widerruf der Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb ist im Wesentlichen die endgültige Untersagung des Neugeschäfts verbunden. Neue Versicherte nimmt die Deutsche Steuerberater-Versicherung bereits seit Oktober 2018 nicht mehr auf. Eine mögliche Öffnung spielt auch in ihren Planungen keine Rolle. Um die fortlaufenden Leistungen für Rentner und Anwärter sicher zu stellen, benötigt die Pensionskasse kein Neugeschäft, da die bestehenden Verträge kapitalgedeckt finanziert und nicht abhängig von einem etwaigen Neugeschäft sind. Die Deutsche Steuerberater-Versicherung kann sich damit auf die Leistungen der Versicherten konzentrieren.

Der Entzug der Geschäftserlaubnis hat keinerlei Auswirkungen auf bestehende Versicherungsverträge. Diese werden mit allen vertraglichen Rechten und Pflichten über die gesamte Vertragslaufzeit, d.h. im Normalfall bis zum Lebensende der Versicherten oder ggf. ihrer Hinterbliebenen, von der Deutschen Steuerberater-Versicherung erfüllt.

Bereits im Februar 2020 hatte die BaFin im Zusammenhang mit der durchgeführten Sanierung die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb widerrufen. Allerdings war der Widerruf nicht rechtskräftig geworden, weil die Deutsche Steuerberater-Versicherung gegen den Bescheid zunächst Widerspruch eingelegt und später geklagt hatte. Der Vorstand hat nun beschlossen, die Klage gegen den Widerruf der Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb nicht weiterzuführen.

28. Mai 2021
20. August 2020
12. Dezember 2019
15. November 2019